Am 7. November ab 20:30 Uhr beim Literaturmontag im Cafe Stadtbahn: „The Magic Curtain for Carina“, eine Performance von Andi Luf und Eleonore Weber

Juhu, endlich wieder ein Heimspiel. Ist es übrigens auch für die Eli, langjährige Stadtbahnstammgästin, als sie noch in Gersthof lebte. Es gibt auch einen Radio-Orange-Beitrag über das Cafe Stadtbahn von ihr. Wir werden uns bemühen euch richtig einzuheizen, damit niemand mit kalten Füßen wieder nach Hause gehen muss….

Bücher, Bilder, Videos von Andi Luf und Eli Weber werden den ganzen Abend lang im Extrazimmer des Lokals ausgestellt….

A&E in alphabetical order

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Ein kleiner Bericht über den Literaturmontag am 3. Oktober mit Helga Pregesbauer und Gerda Sengstbratl:

….Montag Regentag. Wie bringt einer so eine angemalte Leinwand zwischen den Regentropfen ins Stadtbahn? Diese Aufgabe verursachte eine kleine Verspätung bei mir und die Magda vom Bahn musste die Bühne ohne meine Hilfe aufbauen, was ihr übrigens bestens gelang und es war eigentlich alles angerichtet, die beiden Autorinnen schon da, als ich ins Bahn, glücklicherweise halbwegs trocken, hineinkeuchte. Was dann folgte, gibt es leider nur in den kurzen Videoclips, welche Elis Rotter dankenswerter Weise immer wieder als Dokumentation anfertigt und zusammen mit den entstandenen Fotos auf unserer Seite online stellt. Das wird wohl in den nächsten Tagen geschehen. Ihr müsst euch also derweil mit meinem kleinen Bericht begnügen. Der Soundcheck mit der bühnenerfahrenen Gerda Sengstbratel, die den Anfang machen sollte, dauerte nicht einmal eine Minute, so ideal war alles vorbereitet. In diesem Stil ging es dann weiter. Die beiden Autorinnen dieses Litmos hatten im März zusammen mit weiteren Frauen ein Buch mit dem Titel, WIR SIND FRAUEN : WIR SIND VIELE : WIR HABEN DIE SCHNAUZE VOLL, gestaltet, (Herausgeberinnen: Helga Pregesbauer und Isabella Breier) das bei der kreativen Edition fabrik.transit anlässlich des heurigen Frauentag erschienen ist. Diese neue Edition wird von zwei Frauen betrieben, die euch sicher keine Unbekannten sein werden, nämlich Juliane Adler und Eli Weber. Leider konnte die Juliane am Montag nicht dabei sein, dafür ist die Eli mit der Linda gekommen. Der Nichtraucherraum vor der Bar, wo unsere Lesungen immer stattfinden war ganz passabel gefüllt, vor allem wenn man an die Angst der Wiener vor den Regentropfen und schlechtem Wetter denkt. Jeder Taxler flucht dir seinen Wagen voll, wenn er an so einem Tag in der Wiener Stoßzeit fahren muss und verflucht den Tag, an dem er sich für Tagdienste entschieden hatte. Ein schwacher Regen genügt schon um die Wiener Autofahrer ins Chaos stürzten zu lassen. Anders verhält es sich doch bei den Vorlesungshungrigen, die erschienen alle pünktlich trotz der Regentropfen, was ich bei meiner Begrüßung auch lobend erwähnte.

Die Gerda erzählt uns, wie sie zum Schreiben gekommen ist, nachdem sie die Geschichte eines Romamädchens* gelesen hatte. Ich könnte ihr stundenlang zuhören, ihre Geschichten fühlen sich vertraut an, erinnern mich an die eigenen Kinderhände an verbotenen Sachen. Wenn Texte im Kopf Bilder erzeugen sind sie gelungen. Vielleicht liegt es daran, weil die Gerda auch Malerin ist, dass ihr das Bildermachen mit ihren Geschichten so gut gelingt.

Es geht mit viel Applaus in die Pause. Unsere Freikarte für den Sportclubplatz ghat diesmal die Nummer 6 gewonnen nicht die 9, und darüber freute sich vor allem die Linda mit ihrer eindeutigen 6. Apropos Zahlen, nach den ältesten Kalenderaufzeichnungen schreiben wir das Jahr 5.777. Dreimal die 7. In der Pause erfahre ich, dass unser Nachtbote, der Klausi nach Japan fahren wird. Ich habe natürlich sofort einen seiner beliebten Reiseberichte über den Erstkontakt mit Japan für einen der Litmos im kommenden Jahr gebucht. Der Toni schenkt mir ein Exemplar seiner neuen Mokkazeitung, in der er auch immer laufend über die Literaturmontage berichtet. Ein herzliches Dankeschön vor allem an seine Ausdauer, mit der er jetzt schon seit einigen Jahren sein satirisches Monatsblatt für Gersthof, Weinhaus und den Lidlberg druckt und verteilt.

 

Nach der Pause ist die kämpferische Helga Pregesbauer an der Reihe, die zu den Autorinnen gehört, welche in ihren Texten gesellschaftliche Realitäten und Schieflagen abbilden. Sie ist gleichsam die Politikerin unter den Literatinnen macht uns hellwach einerseits und nachdenklich andererseits. Sie gehört zu den Menschen, für die Solidarität kein Fremdwort ist, wie ich in den letzten Tagen erfahren durfte und auch an diesem Abend, der uns schließlich sehr zufrieden nach Hause gehen lässt. Vielen Dank für euren Besuch und auf ein baldiges Wiedersehen.

 

Übrigens, das Bild wurde nicht versteigert und meinte, es mag auch lieber nach Hause.