7. März um 20 Uhr 30: Martin Auer liest Flüchtlings- und andere Geschichten und Christian Schreibmüller, der ua. aus seinem Buch „Unschuldsvermutung“ lesen wird.

Martin Auer
Flüchtlings- und andere Geschichten
„Sind Sie eigentlich aus Ihrer Heimat geflohen, oder sind Sie freiwillig gekommen?“, fragte jemand Herrn Balaban.
„Ich bin freiwillig gekommen“, antwortete Herr Balaban. „Aber nur, weil ich musste“.

Martin Auer wird an diesem Abend kurze Texte aus verschiedenen Werken bringen, zum Beispiel die über Herrn Balaban und seine Tochter Selda, die irgendwann aus der Fremde, also aus der Heimat, in deine Stadt oder in meine gekommen sind und das Leben hier mit etwas anderen Augen betrachten. Oder die Zen-Geschichten über das Kloster der Erleuchteten, von denen nicht einmal der Autor weiß, ob sie ernst gemeint sind. Und wohl auch das eine oder andere aktuelle Gedicht. Und was er sonst noch an diesem Abend für wichtig hält.

Martin Auer wurde 1951 in Wien geboren, war Schauspieler, Liedermacher, Journalist und Zauberkünstler, bevor er begonnen hat Bücher zu schreiben, von denen bisher über 40 erschienen sind. Nachdem er in der Jugend die Uni geschwänzt hat, holt er jetzt ein Studium der Kultur- und Sozialanthropologie nach.

Mehr auf http://www.martinauer.net

Christian Schreibmüller
liest unter anderem aus seinem Buch „Unschuldsvermutung“:

Nicht nur in Politik, Wirtschaft, Erziehung, ja sogar in der Erziehungsanstalt, hat die „Unschuldsvermutung“ an Bedeutung gewonnen. Auch im Alltagsleben, und da nicht nur in Liebesbeziehungen, „rutscht man schnell in was hinein“. So wird einer, der ein Mittel gegen ein großes Unheil findet, dadurch geradezu die Welt rettet, jedoch damit auch einige riesige Geschäftsabschlüsse vereitelt, umgebracht. So lässt sich ein fremdenfeindlicher Autonarr mit einem jungen Türken ein und junge österreichische Filmer an der amerikanischen Westküste auf hoch riskante Abenteuer in der dort illegalen Prostituiertenszene. In ei
In eine Kindheit, die ja, nach allgemeiner Auffassung, von Unschuld geprägt sein sollte, brechen Gewalt und Missbrauch ein, doch ein paar alte Verehrer können gar nicht mehr anders als unschuldig bleiben. Im Gegensatz zu einem vor ein paar Jahren verstorbenen Weltstar. Ein brisantes und doch heiteres Buch.

Christian Schreibmüller. geb. 1949, lebt und arbeitet als Autor, Fotograf, Filmer, Schauspieler und Journalist. Buch-, Anthologie- und Zeitschriftenveröffentlichungen. TV-Reportagen und Dokumenta- tionen für österreichische, deutsche und britische Fernsehsender. Herausgeber der Anthologien „Ungehaltene Rede“ (2008) und „Existenz und Renitenz“ (2011),beide in der Edition Klopfzeichen. Eigene Lyrikbände: „Phantasiedehitze“ (1993, VIDO Verlag.) und „Kannibalenromanze“ (Gedichte, 2012, Edition Tarantel), „Unschuldsvermutung“ (Stories und Glossen, 2015), Edition Tarantel.)

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